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Presse
10.05.2017, 08:30 Uhr
Presseerklärung des CDU Landtagsabgeordneten Peter Stephan zu den Berichten/Leserbriefen „Machen Windräder krank?“ in diversen Tageszeitungen

Der Verfasser dieser Leserbriefe beschreibt unter dem Aspekt vorsätzlicher Körperverletzung, dass Windräder durch den dort erzeugten Infraschall krank machen würden.

In einer parlamentarischen Anfrage hat die Hessische Landesregierung am 19.4.2017 zu dem Thema Infraschall Stellung genommen. Die Anfrage steht unter der Nummer 19/4679 öffentlich zur Verfügung. Darin stellt das Umweltministerium fest, dass uns Infraschall tagtäglich umgibt. Er hat natürliche Quellen wie Meeresbrandung oder stark böigen Wind und künstliche wie Turbinen, Pumpen, Verkehrsmittel, Lautsprechersysteme oder Windenergieanlagen.

Das Ministerium stellt weiterhin fest, dass bei Messungen im Abstand von 700 Metern beobachtbar war, dass der Infraschallpegel sich beim Anschalten von Windenergieanlagen nicht nennenswert oder nur im geringen Umfang erhöht hat. Der Infraschall wurde im Wesentlichen vom natürlichen Wind erzeugt und nicht von den Anlagen.

Aus dem Jahre 2014 liegt ein Faktenpapier Windenergie – Infraschall vor. Dabei waren Experten, Befürworter und Gegner von Windenergieanlagen geladen und konnten Stellung nehmen. Dieses Faktenpapier steht auf der Homepage der Hessenagentur in Wiesbaden öffentlich zur Verfügung. Es soll nur ein Punkt daraus angeführt werden. Es wird u.a. ausgeführt, dass Messungen in Baden-Württemberg zeigen, dass auch vom Straßenverkehr Infraschall und tieffrequente Geräusche ausgehen, die mit den Messwerten bei Windenergieanlagen vergleichbar sind oder sogar darüber liegen. Die höchsten Pegel von Infraschall wurden in einem mit 130 km fahrenden Mittelklasse-PKW gemessen und liegen um mehrere Größenordnungen über den ansonsten im Straßenverkehr oder an Windenergieanlagen gemessenen Werten.

Nach aktueller Studienlage liegen dem Umweltbundesamt keine Hinweise über chronische Schädigungen vor, die vor dem Hintergrund einer tragfähigen Wirkungshypothese im Zusammenhang mit einer Windschallemission von Windenergieanlagen gebracht werden könnten. Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes stehen daher die derzeit vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Infraschall einer Nutzung der Windenergie nicht entgegen.

„Ohne Zweifel sind wir tagtäglich Belastungen aus der Umwelt ausgesetzt. Ob nun aus natürlichen oder von uns als Menschen erzeugten Emissionen. Doch rate ich an, die Diskussion sachlich zu führen und nicht zu einseitigen Verteufelungen von bestimmten Quellen von Infraschall zu kommen, und andere wesentlich größere Belastungen, denen wir uns beispielsweise im Auto regelmäßig freiwillig aussetzen, zu vernachlässigen. Im Übrigen werden die Hinweise und Richtlinien zum Schall-Emissionsschutz bei Windenergieanlagen aktuell überarbeitet und sollen im zweiten Halbjahr 2017 neu veröffentlicht werden,“ so der CDU Landtagsabgeordnete Peter Stephan.

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