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17.12.2007 - Odenwälder Zeitung Übersicht | Drucken

"Wir werden die Wahl erfolgreich abschließen"

Heppenheim/Kreis BergstraSSe. Im Hintergrund läuft ein mit dem Refrain "Starkes Hessen" eigens für den Wahlkampf komponiertes Lied. Auf einer Großleinwand ist der amtierende hessische Ministerpräsident gezeigt: unterwegs im Land, bei Besuchen in Schulen, in Gesprächen mit Bürgen und Wirtschaftsvertretern, Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten, etwa dem Dalai Lama. Der Politiker wird in Szene gesetzt, aber auch der Privatmann Koch wird gezeigt . Wenige Minuten später erscheint er "live", ein Ministerpräsident zum Anfassen.

Odenwälder Zeitung - Händeschütteln, Winken in die Menge. Bereits beim Einmarsch von Roland Koch - flankiert vom Bergsträßer CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Michael Meister und Landrat Matthias Wilkes wird der Landesvater von den Delegierten des südhessischen Bezirksverbands mit rhythmischem Klatschen empfangen.

Bei den ersten Worten seiner Ansprache wird schnell klar: Der "MP" ist bestens aufgelegt, motiviert bis in die Fingerspitzen, gibt sich kampfeslustig, wenn es um die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner geht, wirbt zugleich kraftvoll für die Ziele seiner Politik. Der Inhalt seiner Worte spiegelt sich in der Gestik wider.

Entschlossene Handbewegungen, aber auch Gelassenheit ausstrahlende Posen, etwa wenn der Polit-Profi, der im "Wicom-Forum" eine Stunde lang zu seinen Parteifreunden spricht, immer wieder lässig die linke Hand in der Hosentasche vergräbt. Keiner weiß es besser als der Landesvater: "Nach Weihnachten beginnt ein spannender Wahlkampf", der - davon ist Koch fest überzeugt - auf den letzten Metern entschieden wird. Der Funke bei den Delegierten springt schnell über.

Den beiden "Newcomern" Alexander Bauer und Peter Stephan, die für die Kreis-CDU die beiden Bergsträßer Wahlkreise direkt gewinnen wollen, ruft der Ministerpräsident zu "Wir warten auf Sie!". Im gleichen Atemzug macht Koch aber auch deutlich, wie hoch die Erwartungen sind: "Bringen Sie möglichst viele Stimmen mit, damit es Spaß macht, wenn Sie kommen!"

Ihren beiden Vorgängern soll es das Tandem Bauer/Stephan gleichtun: Den im Saal anwesenden Dr. Peter Lennert, den Koch als das "mathematische Gewissen" des Hessischen Landtags bezeichnet, und die "Ombudsfrau", gemeint ist Ilona Dörr "haben stets gute Landkreise mitgebracht", zollt der Ministerpräsident den beiden Bergsträßer Landtagsabgeordneten, die beide bekanntlich ihren Rückzug aus der Landespolitik erklärt haben, größten Respekt und Dank für die jahrelang geleistete Arbeit.

"Selten waren die Alternativen so klar wie dieses Mal", lautet die Koch’sche Analyse mit Blick auf die Landtagswahl am 27. Januar. Sozialdemokraten und Grüne "haben nicht annähernd eine Chance, so stark wie CDU und FDP zu werden".

Die "alte Truppe" - gemeint war Rot-Grün - "ist auf Distanz. Die SPD ist Lichtjahre von uns entfernt". Eindringlich warnt der Landesvater aber vor der Linkspartei, "die nicht zum Zünglein an der Waage werden darf: Es darf keinen Linksblock geben". 73 Prozent der Hessen wüssten noch nicht mal, dass Ende Januar die Landtagswahl stattfindet. Um so leidenschaftlicher Roland Kochs Wahlaufruf, wählen zu gehen, um eine "bürgerliche Mehrheit" zu gewährleisten.

Koch wirbt für "eine berechenbare Regierung". Dazu gehöre auch "der Mut, den Menschen auch unpopuläre Wahrheiten zu sagen". Politischem Taktieren und "Versteckspiel" (Koch) erteilt er eine Absage.

Beispiel Bildungspolitik: Natürlich treffe er Eltern, "die teilweise frustriert sind", doch will der Ministerpräsident seinen bildungspolitischen Ansatz im Schulterschluss mit den Eltern verwirklichen. Dazu gehört die Verkürzung der Gymnasialzeit (Stichwort: G 8) genauso wie die Einführung von SchuB-Klassen, bei der Schüler die Chance haben, "in die Betriebe zu gehen und so schneller eine Lehrstelle zu finden".

Der gleiche Schüler, der "Null Bock hatte, schafft plötzlich seinen Hauptschulabschluss", der nach der Einschätzung des Ministerpräsidenten "keine Einbahnstraße ist". "Ich und die hessische CDU stehen zu Karin Wolff", so Koch an die Adresse der anwesenden Kultusministerin, die mit ihrer Bildungspolitik im Zentrum der Oppositionskritik, aber auch vieler Eltern steht.

Die zweieinhalb Monate vor der Wahl besiegelte Fusion der in ihrer Existenz gefährdeten Universitätskliniken Gießen und Marburg steht ebenso auf der Haben-Seite der MP-Erfolgsbilanz wie der Ausbau des Frankfurter Flughafens, den Roland Koch als"notwendig für das Land und die Region" bezeichnet. 40 000 Arbeitsplätze würden zusätzlich zu den bereits 70 000 vorhandenen an "der größten Arbeitsstelle Deutschlands" hinzukommen.

Der Flughafenausbau ist für Koch eine "historische Entscheidung, die bedeutendste in meiner neunjährigen Regierungszeit". u

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